Hamburg lebt…!!!

Posted by marcow on 5. April 2014

Am 29. Spieltag ging es für uns um Alles. Nur drei Punkte bringen uns zurück in den Abstiegskampf, eine Niederlage würde wohl abschließend jedem Hamburger den Glauben an den Klassenerhalt rauben. Mit gemischten Gefühlen ging es rein in den Hexenkessel der Hansestadt.
Kurz nachdem ich, drei Minuten verspätet, meinen seit Monaten reservierten Stehplatz eingenommen hatte, empfing mich Calhanoglu mit dem frühen 1:0 vor knapp 50.000 Zuschauern im Volkspark. Ich habe mich selten so sehr darüber gefreut, den Großteil meines leckeren Bieres auf meiner Jacke wieder zu finden. Mit verbogener Brille und einem Gesamtkörperbierfilm ging es rein in ein höchst emotionales, spannendes Spiel!
Die erste Halbzeit war geprägt von Kampf und Einsatz mit guten Chancen auf beiden Seiten. So scheiterten Calhanoglu, Mancienne und Kießling an den starken Schlussmännern Adler und Leno.
Die Nordkurve peitschte die Slomka Elf nach vorne, so ist Fußball, so ist nur der HSV!
Mit einem durchaus verdienten 1:0 ging es in die Halbzeit.
In Durchgang zwei kam die Werkself besser aus der Kabine, bekam guten Zugriff auf´s Spiel. Die Fehler der Rothosen häuften sich. Bezeichnend in dieser Phase des Spiels der Klopps von unserem Keeper in der 58. Minute nach einem Fernschuss von Brandt. Der unplatzierte Ball glitt Adler aus den Händen und rutschte ins linke Eck. Sorgenvolle Mienen im Stadionrund. Der HSV nun behäbig ohne Biss wie in Halbzeit eins. Angst und Unmut machten sich breit, doch dann fingen sich die Hamburger und hielten gegen. Viele Fouls, viele Ecken und strittige Schiedsrichterentscheidungen in beiden Strafräumen heitzten die Stimmung immer weiter an.
Dann die Erlösung in Minute 82. Dieckmeier über die rechte Seite, gute Flanke auf den herbeieilenden Westermann, Volleyschuss aus rund 15 Metern. Ein Ball, der auch im C Rang hätte sein Ziel finden können… Aber nein, volles Pfund in die Maschen, unhaltbar für Leno. Das Stadion bebte, mehr ging nicht. Noch acht Minuten zzgl. weiterer VIER Minuten Nachspielzeit. Nicht enden wollende Minuten wie damals im Geschichtsunterricht… Dann der Abpfiff!
Voller Emotionen, Schweiß und Bier im Nacken feierten wir den Sieg, ein Aufbäumen im Abstiegskampf. Selbstvertrauen und Hoffnung lagen in der Luft. Wer immer auch absteigen wird, wir sind es nicht!
Hamburg lebt! Hamburg siegt! Hamburg bleibt erstklassig!

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